Erste Ergebnisse aus der JuMBO Dokumentation - Stand 2011

Jeder Vierte ohne Krankheitsaktivität

Bei 25 % der Teilnehmer ist die Erkrankung nicht mehr aktiv, obwohl noch nicht alle auf eine medikamentöse Therapie verzichten können. Insgesamt nehmen noch gut 80 % der Befragten langfristig wirksame Rheumamedikamente, etwa zwei Drittel erhalten ein Biologikum.

Langzeitverträglichkeit gut bewertet

Die Teilnehmer sind im Durchschnitt elf Jahre krank und über den bisherigen Krankheitsverlauf mit Enbrel® und/oder Methotrexat sowie anderen Medikamenten behandelt worden. Im bisherigen Beobachtungszeitraum von drei Jahren wurden von den betreuenden Ärzten nur 15 schwere gesundheitliche Probleme während und bis drei Monate nach Absetzen einer Enbrel®-Therapie berichtet, sechs davon stehen möglicherweise im Zusammenhang mit der Behandlung. Da im Durchschnitt jeder Patient neben einem Biologikum drei verschiedene Basismedikamente erhalten hat, konnten aufgetretene Beschwerden jedoch nur bedingt einem Medikament zugeordnet werden. Dokumentiert wurden eine Medikamenten-Überempfindlichkeitsreaktion, drei Infektionen, die zum Krankenaufenthalt führten, zwei Patienten mit M. Crohn und einer mit Pankreatitis. Ob diese Ereignisse auf die Grunderkrankung, eine Enbrel®- oder andere Therapie zurück zu führen sind, bleibt offen. Malignome und Demyelinisierungen wurden bisher nicht beobachtet.

Körperfunktion verbessert, Lebensqualität erhalten

Den meisten in JuMBO eingeschlossenen Rheumatikern geht es relativ gut. Jeder Zweite gibt keine Einschränkungen im Alltag an. Ihre Lebensqualität bewerten sie im körperlichen Bereich zwar etwas geringer als Gleichaltrige ohne Rheuma, aber viel besser als Patienten, die vor der Einführung der Biologika behandelt wurden.

Teilnehmer in ganz Deutschland

In JuMBO werden erwachsene Patienten beobachtet, die im Kindesalter eine juvenile idiopathische Arthritis entwickelt haben. Über 500 junge Rheumatiker nehmen inzwischen teil. Von 300 Patienten liegen bisher Daten vor. Sie werden an über 60 internistisch-rheumatologischen Einrichtungen betreut. Einen Überblick erhalten sie in der Landkarte.

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